Liebe TotentänzerInnen,
am Montag ist's so weit, um 19.45 haben wir Aufnahmetermin im Großen Sendesaal des Saarländischen Rundfunks auf dem Halberg.
Wir haben allen Grund, selbstbewusst in diese Session zu gehen. Und nicht nur allen Grund, sondern auch die Notwendigkeit. Wir müssen von uns überzeugt sein – wer zaghaft Musik macht, hat schon verloren. Wir alle werden selbstsicher singen, ohne Angst, einen Fehler zu machen; wenn was passiert, machen wir es noch einmal.
Wie ihr aus den Proben wisst, ist nicht unser Problem, dass wir es nicht können, sondern, dass wir es erst im zweiten, dritten oder vierten Anlauf können. Das liegt daran, dass wir diese Musik seit einer Woche nicht mehr gesungen haben. Und so erinnern wir uns erst nach und nach, auf was wir alles achten müssen.
Es wäre also hilfreich, wenn wir uns alle am Montag (zusätzlich am Samstag und Sonntag ist natürlich nicht verboten) vor dem Aufnahmetermin noch einmal mit unseren Tänzen beschäftigen würden. Bitte alles Note für Note durchsingen und dabei die Aufmerksamkeit auf die Fehler lenken, an denen wir in den letzten Wochen gearbeitet haben. Wenn singen nicht möglich ist, dann hilft es auch, die eigene Stimme durchzulesen – wichtig ist, sich mental vor dem Aufnahmetermin auf diese Musik vorzubereiten.
 Hier eine kleine Liste von Stellen, auf die wir besonders achten sollten:

Eingangschor:
– Alle Stimmen: „Lasst” breit, nicht staccato
– Alle Stimmen: „rass-” Zungen-R, direkt aufs „s” gehen, Akzent
– Alle Stimmen: Ab „Lasst rasseln“ wirklich langsam und keinen Ausreißer bei den Staccati
– Tenor: „Geigen” hoch genug
– Alt und Tenor: den „wihilden Rehegen” wirklich wild, und nicht wie die Singgemeinschaft Steinbach-Dörsdorf
– Bass: Schlusstöne f-e hoch genug
Totentanz 1
Alt: „tanzen“ legato
Tenor: „Mensch du bist” selbstbewusst, hoch, quasi Solo
Totentanz 2
– Bass: bei „-schlissnes Kleid” hoch genug
Totentanz 3
– Bass: bei „Meister sein” hoch genug
– Alle Stimmen: mp – f – p. Aber trotz p vorne und nicht dunkel in der Kehle singen
Totentanz 4
– Bass bei „Plag” hoch genug
– Alle Stimmen: beide Phrasen auf einen Atem
– Alle Stimmen: die „ew'ge Dunkelheit” dunkel färben
Totentanz 5
– Alle Stimmen: bitte jede/jeder selbständig das gemeinsame „h” treffen
– Alle Stimmen: nicht verzählen – zwei Schläge Pause im più lento
Totentanz 6
– Männerstimmen: die Tonwechsel in T 3 und 5 hoch genug
– Alle Stimmen: nur Achtel-Auftakt
Totentanz 7
– Alle Stimmen: das „de” in „Munde” klangvoll singen, damit man den Akkordwechsel versteht.
Totentanz 8
– Oberstimmen: jede Note von „ein Sünder” rütmisch genau definiert
– Alt und Tenor: bei „hier herunten” nicht von der anderen Stimme durcheinander bringen lassen
Totentanz 9
– Tenor: „Tod” und „-hin” hoch genug, selbstbewusst und ohne zu krähen.
Totentanz 10
– Obertimmen: zu Takt 7 hin mit der Tonhöhe crescendieren, aber ohne triumphal zu werden, engelhaft bleiben
– Bass: Sprung von c nach es, ansonsten zählen, was das Zeug hält
Alle Totentänze:
– Alle Stimmen: ich richte mich in meiner Lautstärke nach meinen NachbarInnen – dies ist sowohl ein Appell an die chronisch zu Leisen, lauter zu singen, als auch ein Appell an die chronisch zu Lauten, leiser zu singen.

Ansonsten (hurra!) habe ich eine gute Nachricht: Wir haben, wie es aussieht, bei beiden Aufnahmesitzungen (bei denen wir stehen werden) je einen wirklich kompetenten Tonmeister dabei. Das wird jetzt am Montag Claus Jung sein (den die meisten von uns noch in guter Erinnerung haben) und am 11. November Thomas Peuschel, den wir ja alle kennen.
Und noch einmal: wer zaghaft auf eine Bühne tritt, hat schon verloren.
Bis Montag, ich freue mich, Tomas